Forschungsinteressen
- Algorithmic auditing
- Berichterstattung über bewaffnete Konflikte und Framing
- Künstliche Intelligenz
- Critical security studies und Cybersicherheit
- Computational social science
- Digitalisierung des kulturellen Erbes
- Desinformation und computergestützte Propaganda
- Informationsbeschaffung und Empfehlungssysteme
- Erinnerungs- und Traumastudien
Lebenslauf
Mykola Makhortykh ist Alfred-Landecker-Dozent am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, wo er sich mit den Auswirkungen algorithmischer Systeme und künstlicher Intelligenz auf die Vermittlung der Erinnerung an den Holocaust befasst. Zuvor arbeitete Mykola als Postdoktorand am Projekt “Populist radical-right attitudes and political information behaviour. A longitudinal study of attitude development in high-choice information environments” (Universität Bern & Universität Koblenz-Landau). In seiner Forschung konzentriert sich Mykola auf politik- und geschichtsbezogenes Informationsverhalten in Online-Umgebungen und darauf, wie dieses durch Informationsabrufsysteme wie Suchmaschinen und Empfehlungssysteme beeinflusst wird. Um dieses Ziel zu erreichen, kombiniert er traditionelle sozialwissenschaftliche Methoden (z. B. Inhaltsanalyse und Fokusgruppen) mit neuartigen computergestützten Ansätzen (z. B. Deep Learning und agent-based testing). Zu seinen weiteren Forschungsinteressen gehören Trauma- und Gedächtnisstudien, Berichterstattung über bewaffnete Konflikte, Desinformation und computergestützte Propagandastudien, Cybersicherheit und kritische Sicherheitsstudien sowie Verzerrungen in Informationsabrufsystemen.
Mykola hat einen interdisziplinären Hintergrund, der Kommunikationswissenschaft, Geisteswissenschaften, Datenwissenschaft und Informatik vereint. Er erwarb einen BA in Geschichte und einen MA in Archäologie an der Taras Shevchenko Universität Kiew, einen gemeinsamen MA-Abschluss in Eurokultur an der Universität Göttingen und der Jagiellonen-Universität sowie einen BA in Informatik an der University of the People. Bevor er nach Bern zog, schloss er seine Promotion an der Universität Amsterdam über den Zusammenhang zwischen der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und Online-Plattformen in Osteuropa ab und arbeitete als Postdoktorand im Bereich Datenwissenschaft an der Amsterdam School of Communication Science für das FairNews-Projekt, wo Mykola sich mit algorithmischer (Un-)Fairness in Nachrichtenpersonalisierungssystemen befasste.
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